#1 Erlebnisse & Erfahrungen: Tätowieren lassen ohne Bedeutung?

Du findest Tattoo’s cool, weist jedoch nicht was du dir Tättowieren lassen solltest? Weil es keine spezielle Bedeutung hat und du dir nicht sicher bist ob es dir im alter noch gefällt?

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Warum schreibe ich einen Artikel über das Tätowieren? Ganz einfach, für mich ist und war sowohl der Weg zu meinem Tattoo als auch das Tätowieren an sich ein Erlebnis und vor allem eine Erfahrung, die mein Leben reicher gemacht hat.

Ja, wer kennt sie nicht? Die ersten doofen Kommentare, wenn man sich dazu entschlossen hat / gerade dazu entschließt sich tätowieren zu lassen und diesen Gedanken mit Freunden und Familie teilt.

„Junge verschmier dich doch nicht!“, meine Oma

„Wie sieht das denn aus, wenn du älter bist?“, mein Vater

„Und was soll das für ne Bedeutung haben?“, meine Freunde

„Nee, das Motiv finde ich aber nicht so cool..“, mein Bruder

oder noch schlimmer, man hat bereits Freunde, die sich etwas haben stechen lassen und damit jetzt unzufrieden sind.. Wie zum Beispiel, ein guter Freund von mir, der sich mit 16 den Umriss eines Sterns auf sein Handgelenk hat tätowieren lassen.

Nun ich hoffe, ich kann dir durch meine Erfahrungen weiterhelfen!

Also zurück an den Anfang. Ich bin 17, als ich das erste Mal mit dem Gedanken spiele mich tätowieren zu lassen. Ich finde viele Motive cool und bin durch einen Freund sowie einen damaligen Lieblingskünstler stark motiviert. Doch was soll es werden? Tja, eine schwierige Frage. Wie gesagt, es gibt viele coole Motive aber ich will kein Plagiat – ich möchte etwas Eigenes!

Eins ist klar! Es werden keine Sterne, Tribals, chinesischen Zeichen oder Trash’s! Sorry an alle von euch, die mit diesem Gedanken spielen aber das geht gar nicht 😀

Wie das so ist, man spinnt viel rum, sammelt Ideen und verwirft sie wieder. Irgendwann erzählt man mehr darüber, was man so vor hat, als es wirklich in die Tat umzusetzen.

An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass meine Eltern sehr jung sind und deshalb dem Thema sehr aufgeschlossen gegenüber stehen. (Meine Mutter jedenfalls ;P)  Und so kommt es, wie es kommen musste. An meinem 18. Geburtstag bekomme ich einen Tattoo Gutschein geschenkt über 150,00€ mit Ablaufdatum ein Jahr später…

Ich freue mich riesig! Aber ein kleiner Teil in mir erstarrt zu Eis.. Nach so vielen Ideen und Gesprächen hatte man sich irgendwie sehr weit vom eigentlichen Gedanken entfernt. Da war er, der typische Moment, in dem man ins kalte Wasser gestoßen wird. Ab jetzt wurde aus dahin gesagten Sachen Ernst!

Und meine Ideen? Alle nicht mehr wirklich zu gebrauchen! Denn ab dem Zeitpunkt, in dem man diese Gewissheit hat, dass es passieren wird, denkt man doch lieber noch 10 Mal über so Etwas nach.

So gut die ganzen Ratschläge von Familie und Freunden meist auch gemeint sind, so unnütz und verwirrend waren sie doch für mich. Immer, wenn es um Punkte wie die Bedeutung und das Aussehen ging unterschied sich meine Meinung deutlich von der Ihren.

Nach langem Überlegen war ich 3 Monate vor Ablauf des Gutscheins immer noch nicht weiter gekommen. Also entschloss ich mich direkt in das Tattoo-Studio zu fahren und mich dort beraten zu lassen. Eine ungefähre Vorstellung hatte ich ja..

Leider musste ich feststellen, dass auch die Ansätze der Tätowiererin weit andere waren als die, die mir im Sinn schwebten. Das Gute an diesem Tag? Ich hatte endlich meinen Termin in der Tasche, an dem das Tattoo gestochen werden sollte. Wie mir meine nette Tätowiererin erklärte, könnte so der Gutschein schon mal nicht mehr ablaufen und ich könnte mein Motiv immer noch überdenken.

In den folgenden 3 Monaten änderte sich meine Vorstellung eines Tattoos fast wöchentlich..

Bis ich eines Tages ein Motivationsvideo sah und wieder an einen Moment zurück denken musste, der mich geprägt hatte. Der Moment, in dem ich beschloss, dass ich mich nicht mehr von Anderen abhängig machen und endlich Entscheidungen selbst treffen wollte.

Mit anderen Worten: Take the first Step!

Voll im drive meiner eigenen Gedanken schrieb ich meiner Tätowiererin eine E-mail mit diesem Satz, der Stelle (linke Rippen) und einer Schriftart von einem Bild, die es werden sollte.

Puhh! Endlich alles entschieden, alles fest gemacht , alles gut. Ein echt super Gefühl.

…Bis wieder die Fragen kamen, „Welche Bedeutung hat das denn für dich?“, „Warum genau dahin?“, „Ist die Schrift nicht etwas zu weiblich?“

Doch dieses Mal ließ ich mich nicht beirren. Vielleicht kennt das der eine oder andere, manchmal ist man einfach felsenfest von Sachen überzeugt ohne genau beschreiben zu können wieso eigentlich.

Der große Tag ist gekommen! Wie so oft lief alles viel stressfreier ab als gedacht. Niemand kam mit zum Tätowierer, nur ich und meine Gedanken..

Auch das Vorgespräch war sehr entspannt, bis auf einen kleinen Punkt.. Der Schriftzug in der ausgewählten Schrift sah einfach panne aus. Jetzt hieß es eine andere Schriftart finden -.- Ihr könnt euch vorstellen, dass man in diesen Momenten noch einmal alles anzweifelt (ein Zeichen von Gott?) Nein! Ich dachte an mein Tattoo und war entschlossen den ersten Schritt zu tun und diese Erfahrung zu machen.

Nach etwa einer halben Stunde war die perfekte Schrift gefunden. Noch einmal 15 Minuten und ein paar wirklich schmerzhaften Augenblicken später, prankte der Schriftzug auf meiner linken Seite.

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(Ein Glück, dass ich diese Stelle gewählt habe. Hätte meine Freundin das Tattoo sofort gesehen, hätte ich wohl einen schwierigen Start bei Ihr gehabt – wir arbeiten daran ;))

Wisst ihr was das Kuriose an dieser Geschichte ist? Man sollte meinen, dass Jemand, der sich etwas so „unentschlossen“ tätowieren lässt, es mit Sicherheit später bereuen wird. Doch das Gegenteil ist der Fall! Dieses Tattoo gefällt mir mit jedem Blick in den Spiegel besser als zuvor. Auch, wenn ich die Bedeutung für mich bis heute nicht wirklich in Worte fassen kann, bin ich mir ziemlich sicher, dass es mir auch in 50 Jahren noch gefallen wird. Einfach, weil es mich tierisch motiviert und ich eine Erfahrung gemacht habe, die eben nicht jeder macht.

Mein Fazit also für dich: Die Entscheidung zu einem Tattoo sollte wohl überlegt sein! Jedoch verlieren sich viele in den Gedanken der anderen, ob es mir Morgen noch gefällt, welche Hintergründe es hat und so weiter.. Doch ihr solltet ruhig etwas Vertrauen in eure eigene Intuition haben, denn am Ende müsst Ihr damit rum laufen und stolz darauf sein. Also: Just do it! (Wobei es hier auch urheberrechtliche Konsequenzen geben könnte ;)) just-do-it-6888

P.S.: Bei mir sind die Nächsten definitiv in Planung und ich werde sie mit bestimmten Erlebnissen verbinden! 😉

Hier ein paar Ideen:

 

Ein Gedanke zu „#1 Erlebnisse & Erfahrungen: Tätowieren lassen ohne Bedeutung?“

  1. Ich habe mein Tattoo jetzt schon sieben Jahre und noch nicht einen Tag bereut. Da war ich 36. Habe einen Koi an meinem Bauch entlang. Jetzt geht noch Bikini und als alte Oma trage ich ja eh Badeanzug. Braucht also keiner sehen und sich aufregen 😉 viel Spaß mit deinem Tattoo

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